Donnerstag, 26. Mai 2022

Druck und Verpackung: Höre ich "Cognac", denke ich an...

 ... die Druck- und Verpackungsbranche in der gleichnamigen Stadt Frankreichs in der wunderschönen Region der Charente! Was wäre eine edles Getränk ohne ein hoch veredeltes Etikett auf einer schönen Flasche in einem Karton, der alleine im Regal schon Deko genug wäre?!

 


Einerseits bedingt durch den weltweiten Aufstieg der Spiritouse, andererseits bedingt durch den wunderschönen Fluss Charente (franz. "fleuve" und nicht "rivière", da er in's Meer mündet), entwickelte sich im gleichnamigen heutigen Département Charente ein französisches Zentrum der Papierherstellung und -verarbeitung, insbesondere weltweit bekannt durch das Zigarettenpapier "Le Nil".

Am 18.05. empfing uns (Fr. Braemer, Fr. Lamy, Hr. Meyer, Hr. Claußen) die Druck-, Medien- und Verpackungsabteilung der Schule "CCI Charente" in L'Isle-d'Espagnac, vertreten durch die überaus sympathischen Kollegen Mme. Sophie Bouchaud (Koordinatorin) und M. Jean-Christophe Boulard.


Ausgelotet wurden die Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Rahmen des Austausches von Auszubildenden mittels des Erasmus+-Programmes sowie die Unterstützung bei der Kontaktvermittlung für Praktikantenstellen angehender franz. Ingenieure und Ingenieurinnen in deutschen Unternehmen.

Die "CCI Charente" bietet mit einem Einzugsgebiet z.T. über ganz Frankreich sämtliche Ausbildungsgänge der Druck-, Medien- und Verpackungsbranche an, zum Teil bis zum Ingenieursabschluss. 

Entsprechend beneidenswert aber nachvollziehbar notwendig stellt sich die Ausstattung der Schule dar:

Von der durchgehend mit aktuellen Apple-Rechnern ausgestatteten Vorstufe, über eine 4-Farben Heidelberger Speedmaster ...

... eine Bobst Flachbettstanze ...



... eine Faltschachtelklebemaschine ...

... Falzmaschine, Sammelhefter, komplettes Prüflabor für Papier und Packmittel und, und, und ...



Ein extrem interessanter, für die zukünftige Zusamenarbeit vielversprechender Tag!

Jetzt gilt es nur noch, den Auszubildenden die Scheu und Angst vor dem Abenteuer Frankreich zu nehmen, damit sie  diese einmalige Chance eines Auslandsaufenthaltes während ihrer Ausbildung wahrnehmen und Zeit ihres Lebens davon profitieren können!

Bei all den überaus netten, aufgeschlossenen Kolleginnen und Kollegen, die wir in Frankreich kennengelernt haben, besteht keinerlei Grund, auch nur einen Moment zu zögern.

Un grand merci à tout les collègues très sympatiques que nous avon appris à connaître!


 






Samstag, 21. Mai 2022

Seeteufel in der Küche





 In der Küche der Berufsschule LTP St.J.L’ Amandier konnte Lasse Althaus einen Einblick in den französischen, fachpraktischen Unterricht werfen.
Die 12 Schülerinnen und Schüler aus dem zweiten Lehrjahr waren in vier Dreiergruppen aufgeteilt. Nach einer kurzen Einweisung in die heutigen Aufgaben, bereiteten die angehenden Köchinnen und Köche in ihrer Gruppe jeweils eine grüne Spargelcremesuppe mit Ziegenfrischkäsesahne als Vorspeise und für den Hauptgang gedünsteten Seeteufel mit Krebssauce und Pilawreis für den Mittagsservice vor. 



Nach einer kurzen Mittagspause ging es mit dem Service für das Mittagsmenü los.
Jede Gruppe hatte einen Plan für welche Gäste sie kochten und sie planten auch selbständig das Anrichten. 
Eine Gruppe war für das Annoncieren und Abrufen der einzelnen Gänge zuständig; eine andere Gruppe musste sich mit dem Abwasch beschäftigen.



Der Einblick in den Alltag der französischen Partnerschule war spannend, interessant und lehrreich.

Lasse Althaus

Cognac -(k) ein Getränk für Zigarrenraucher?

 In der letzten Etappe unserer Fortbildung haben wir unsere sensorischen Fähigkeiten ausgebaut!

Wir sind in eines der weltberühmtesten Weingebiete gereist und haben -nein, nicht Wein verkostet, sondern Cognac!

Cognac, so haben wir gelernt, ist ein Destillat aus dem Wein. Und es ist längst nicht mehr nur das Getränk für Zigarrenraucher, sondern ein fester Bestandteil der Gastronomie weltweit! In Kombination mit Schokolade oder als Cocktail spricht der Cognac alle Gäste an.

Wie beim Wein, wird das Aroma des Cognacs zunächst über die Nase aufgenommen. Er wird nicht wie landläufig angenommen in einem großen Glas geschwenkt, sondern in einem likörähnlichen Glas langsam zur Nase hingeführt. Wenn man das Glas leicht schräg hält und am oberen Rand riecht, kann man das Aroma besonders gut wahrnehmen. Anschließend wird tröpfchenweise verkostet, zunächst auf die Handflächen aufgetragen und dann genossen. Die Kombination aus der Handwerkskunst der Eichenfassbauer, den Tonnelliers und den Weinbauern und Destillerien macht aus dem Traubensaft ein hochwertiges Produkt.

Wir haben Cognac als ein Getränk kennengelernt, das Tradition und Moderne verbindet. Die gesamte Region Cognac haben wir als wunderschöne Landschaft wahrgenommen.

Gleichzeitig haben wir eine Zeitreise durch die Geschichte Frankreichs gemacht, denn der Cognac wird heute in dem Chateau Cognac, dass natürlich von Leonardo da Vinci geplant wurde gelagert, wo das Königshaus der Valois Voltaire und viele weitere Größen der Kunst und Wissenschaft empfangen hat.

In der Zukunft ist der Cognac nicht nur ein Getränk, welches auf unserem Lehrplan steht, denn wir können nun aus unserer eigenen Erfahrung erzählen! -Und davon profitieren nun zukünftig unsere Schüler*innen!

Vielen Dank an das BNIC für diese tolle Einführung in die Welt des Cognacs!

 









Freitag, 20. Mai 2022

Das Schulsystem ist anders - die Probleme ähnlich

 

  

„Es erscheint immer unmöglich, bis es jemand getan hat“ - dieser Spruch von Mandela hängt in einer der vielen Werkstätten des „ Lycée de Métiers du Bâtiment Sillac“ in Angoulême und soll die jungen Schüler*innen für ihre Prüfungen motivieren. Sie haben hier die besten Möglichkeiten, an der staatlichen Berufsbildenden Schule vom „CAP“ (eine Art Facharbeiter) bis zum „BTS“ (vergleichbar mit dem Techniker nach dem Fachabitur) einen Abschluss zu erwerben.

Doch auch hier schlägt man sich mit mangelnder Motivation einiger Schüler*innen herum, wie uns die Lehrerin Isabelle Deveyneix (auf dem Foto ganz links) berichtete. Gerade in der Coronazeit tauchten viele junge Leute ab, was unter anderem auch an mangelnder technischer Ausstattung zuhause lag. Eine engagierte Schulsozialarbeiterin und drei Assistent*innen bemühen sich um Lösungen, rufen die Familien an und suchen das Gespräch mit den Jugendlichen.

Kein Problem mit ihrer Motivation dagegen haben Athicha, Amélie und Alexis (2., 3. und 5. von links) die sich nicht nur in ihrer Schule wohlfühlen, sondern auch gerne im Rahmen von Erasmus + nach Hildesheim kommen würden. Sie zeigten uns Klassenräume und Werkstätten und erklärten, was in den sechs angebotenen Bildungsgängen gemacht wird.



 Topografie




                                          Kälte - und Klimatechnik, Wärme- und Energietechnik



     

Tischlerei  


         
                                                        Tischlerei Aluminium (Fensterbau)


 
                                                                         Baugewerbe


Rund 300 Schüler*innen lernen hier für ihre berufliche Zukunft, rund ein Drittel lebt während der Woche im schuleigenen Internat. Nach vier Stunden Unterricht am Vormittag gibt es Mittagessen in der Kantine; am Nachmittag geht es oft bis 18 Uhr weiter. 54 Lehrkräfte unterrichten bis zu 12 Schüler*innen pro Klasse - manchmal sind es aber nur eine Handvoll. An den Rahmenbedingungen kann es nicht liegen,  denn die sind top. 


Donnerstag, 19. Mai 2022

Wellness und Spa Pur!


Der Begriff Wellness basiert auf pflegenden Behandlungen wie z.B. Massagearten und Massagetechniken, der Begriff SPA auf Entspannung, Schönheits- und Körperpflege.

Beide Bereiche erlernen die Schüler*innen ergänzend zur ihrer Kosmetiker*in Ausbildung an der Saint Joseph l'Amandier High school. Die 2 Jährige Ausbildung umfasst alle Lerninhalte des Kosmetikers*in. 




Die Fachpraxislehrerin für Kosmetik und Ästhetik Frau Julie hat Herrn Karakurt einen umfassenden Einblick in den Beruf verschafft und gemeinsam mit ihm die fachlichen Bestandteile der Ausbildung besprochen und erprobt. 



Anschließend durfte Herr Karakurt in den Genuss kommen und den neu angebauten Spa-Bereich unter die Lupe nehmen. ;) 










https://www.planity.com/ltp-saint-joseph-lamandier-16710-saint-yrieix-sur-charente

Videokonferenz für Tischler*innen in Frankreich 🇫🇷 und Deutschland 🇩🇪




Am 19. Mai 2022 haben sich Isabelle Deveyneix mit ihren Kollegen und Schülerinnen von der Berufsschule Lycée Des Métiers Du Bâtiment Sillac aus Angoulême in Frankreich und Michael Kracke, Simon Stricker und Rafael Meyer von der Walter Gropius Schule aus Hildesheim per Videokonferenz getroffen. 

Es wurden im Rahmen von Erasmus+ Vorbereitungen getroffen, so dass Schüler*innen der französischen Berufschule im Oktober 2022 in Hildesheim ein 4-wöchiges Praktikum  in einer Tischlerei durchführen  können. Die deutschen Auszubildenden sollen  in  Angoulême, Frankreich ein Praktikum erleben.

Es war eine sehr positive und zukunftsweisende Videokonferenz, die in zwei Wochen fortgesetzt wird. 

Besuch der Boulangerie und Patisserie

Am 18. Mai hatte Herr Schubert die Gelegenheit einen Fachpraxisunterricht in der Boulangerie bei seiner Kollegin Frau Amandine Denis der St‘-Joseph l‘ Amandier Schule Angoulême zu besuchen.


In Unterricht wurden von ihren 12 Schülerinnen und Schülern aus dem ersten Jahrgang, vier verschiedene Weizenteige hergestellt, aufgearbeitet und zu Baguette geformt.

Danach haben die Schülerinnen und Schüler eine Bestellung bearbeitet, die Baguette in den Ofen geschoben und den Fachpraxisraum gereinigt.

Besonders beeindruckend war die moderne Ausstattung der Bäckerei, mit rollbaren Tischen, Spiral-, Planet- und Tischknetern, Materialkoffern für jeden Lernenden, modernen Gärsystem, sowie einem rückenfreundlichem Ofenschieber.






Dieses Berufsfeld wurde vor circa 3 Jahren neu in der Schule aufgebaut, um dem Beruf der Boulangerie in Frankreich eine große Zukunft zu geben. 

Im Anschluss konnte Herr Schubert bei seinem Kollegen Herrn Christophe Huchet in der Pâtisserie einen Einblick bekommen, wie die Auszubildenden bei einem Probetraining, den dritten Teil ihrer Abschlussprüfung durchführen konnten. Dabei wurden von den Schülerinnen und Schülern ein aufwendiges Desserts geplant, hergestellt und im Anschluss bewertet.



Ein interessanter Tag mit vielen Eindrücken, sehr engagierten Lehrkräften und fleißigen Schülerinnen und Schüler geht zu Ende.
Vielen Dank für diese Erfahrung!